Kartoffeltag
Landwirte ernähren uns
Am Mittwoch, den 22.10.2025, wanderte die Klasse F5 des Schulzentrums an der Warte auf ein Kartoffelfeld in der Gemarkung Sachsenhausens. Dort sahen, fühlten und schmeckten sie alles rund um die Kartoffelernte.
Wo kommen Milch, Brot, Popcorn und Wurst eigentlich her? Wo werden in Deutschland Kühe und Schweine gehalten? Wann wird aus der Kartoffel eine Pommes? Was sind Sonderkulturen? Welche Lebensmittel müssen wir importieren? Diese und viele weiter Fragen werden in der kommenden Einheit „Landwirte ernähren uns“ im Gesellschaftslehre-Unterricht der Klasse F5 am Schulzentrum an der Warte erforscht und beantwortet.
Zum Auftakt dieser Unterrichtseinheit war die Klasse auf einem Kartoffelfeld bei Sachsenhausen, damit die Schülerinnen und Schüler ganz praktisch sehen, fühlen und schmecken können, wo Lebensmittel wie die Kartoffel ihren Ursprung haben.
Heute wird es dreckig
Am Morgen des 22.10.2025 sollte es losgehen. Das Wetter Ende Oktober – sehr regnerisch und frisch. Neben wetterfestem Schuhwerk, Regenschirm oder einer Regenjacke hatten alle Kinder auch Wechselkleidung dabei, denn eines war klar: Heute wird es dreckig.
Schnell noch ein Gruppenfoto und es kann losgehen. Der Weg zum Kartoffelfeld führt am Seniorenzentrum in Sachsenhausen vorbei. Der wunderschöne Ausblick Richtung Grillhütte und gelber Seite, einige Rehe sowie weidende Rinder sind ein erster Vorgeschmack auf den wunderschönen Tag in der Natur. „Gott sei Dank – es ist trocken“, kann Klassenlehrer Simon Vollbracht nicht oft genug betonen.
Viele fleißige Hände
Auf dem Kartoffelfeld angekommen werden zunächst Tische und Bänke aufgebaut, bevor Phillip Wagener die Kinder auf dem Acker begrüßt. „Was wird denn alles aus Kartoffeln hergestellt?“, möchte er von den Kindern wissen. Sofort gehen die Hände nach oben: Pommes, Chips, Kartoffelpüree und Bratkartoffeln bekommt er als Antwort. „Na, ihr wisst ja schon eine ganze Menge über Kartoffeln“, schlussfolgert Herr Wagener begeistert und nimmt die Kinder mit zur Erntemaschine, die er ihnen kurz erklärt. Anschließend führt er den Schülerinnen und Schülern die Technik einmal vor. Inzwischen hat Phillip Wagener Unterstützung von seinem Vater Gerhard Wagener erhalten, der nun mit Traktor und Anhänger neben der Erntemaschine herfährt.
Während dieser kurzen Feldvorführung wird schnell klar, dass es einige nicht mehr abwarten können. Und so verlieren Klassenlehrer und Landwirt keine Zeit und teilen die Netze aus, in die die Kinder Kartoffeln sammeln. „Jeder sammelt so viele er will. Die gesammelten Kartoffeln könnt ihr dann mit nach Hause nehmen“, sagt Herr Wagener, während er die Netze an die vielen fleißigen Hände ausgibt.
Im Vorfeld, und während die Kinder eifrig Kartoffeln sammeln, hat Phillip Wagener bereits ein Lagerfeuer vorbereitet. In der Glut werden nun die von Frau Wagener vorgekochten Kartoffeln erwärmt. Jedes Kind trägt etwas zum Frühstück auf dem Acker bei. Von Möhren, Paprika, Tomaten und Gurken über Äpfel, Birnen und Trauben sowie vielen leckeren Dips und Saucen ist alles dabei, was es für ein leckeres Frühstück auf dem Acker braucht. Phillip Wagener und Klassenlehrer Simon Vollbracht, der ebenfalls einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb führt, sind zufrieden. Die gemeinsamen Vorbereitungen und der Aufbau haben sich gelohnt.
Nach dem Frühstück haben die Kinder dann noch viel Zeit auf dem Feld zu spielen, die Umgebung zu erforschen oder noch mehr Kartoffeln zu sammeln. Neben etwas Erde im Schuh und dreckigen Hosen gehören auch einige kleine Kratzer dazu, die Herr Vollbracht versorgen muss. Highlight für viele Schülerinnen und Schüler ist letztlich das Lagerfeuer, welches mit trockenem Gras und Kartoffelkraut mühsam und voller Elan am Leben gehalten wird.
Gegen 12 Uhr verabschiedet sich die Klasse F5 schließlich von Herrn Wagener, bedankt sich bei der Familie Wagener für die Zeit auf dem Kartoffelfeld und tritt den Rückweg zur Schule an. Die Kartoffeln muss schließlich kein Kind selber tragen, denn die bringt Herr Wagener mit dem Trecker zur Schule. Während die aufgesammelten Kartoffeln also bereits in der Schule warten, kämpfen sich die Schüler noch einmal die Gartenstraße zur Schule hoch. Sichtlich erschöpft aber glücklich und den Kartoffelsack stolz tragend begeben sich die Kinder schließlich nach Hause.
An dieser Stelle sei noch den Reinigungskräften des Schulzentrums an der Warte sowie den Busfahrern gedankt, die an diesem Tag mit etwas mehr Dreck konfrontiert waren, als es sonst üblich ist. Danke auch an die vielen Eltern, die etwas zum Kartoffelfrühstück beigetragen haben, der Schulleitung, die trotz Krankheitsausfällen im Kollegium den Raum für solche Ausflüge gibt, sowie ein Dank an Lena und Paula, die sehr spontan den Ausflug unterstützt haben.




















